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Presseinformation 08/2011

Acht Anträge zur Bundesdelegiertenversammlung

OMV Nordrhein-Westfalen fordert Nationalhymne zurück

Presseinformation 08/2011
OMV-Landesvorsitzender Michael Weigand und Landesgeschäftsführer Arno Barth mit dem OMV-Bundesvorsitzenden Helmut Sauer und dem Direktor der Stiftung „Flucht, Vertreibung und Versöhnung“ Prof. Manfred Kittel auf der Bundesdelegiertentagung des letzten Jahres.

Wenn es nach dem Landesverband Nordrhein-Westfalen der OMV geht, bekommt die Bundesregierung eine weitere Aufgabe. Sie soll nach dem Willen der CDU-Vereinigung in Verhandlungen mit den einstigen Gegnern im Zweiten Weltkrieg zur Rückführung sog. „Beutekunst“ einsteigen. Im entsprechenden Antrag an die Bundesversammlung der OMV wird bemängelt „dass Polen auch nach 20 Jahren der 1991 im deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrag eingegangene Verpflichtung, Probleme im Zusammenhang mit Kulturgütern und Archivalien, wie der Urschrift des Deutschlandliedes von Heinrich Hoffmann von Fallersleben, zu lösen, nicht nachgekommen ist.“ Die dritte Strophe des Deutschlandliedes ist die heutige offizielle Nationalhymne der Bundesrepublik Deutschland.

Der OMV-Landesvorsitzende Michael Weigand erklärt dazu: „Unbestreitbar hat Deutschland in dem von ihm ausgelösten Zweiten Weltkrieg unermessliches Leid über die Welt und besonders seine östlichen Nachbarn gebracht.“ Ein Unrecht könne aber niemals ein anderes Unrecht rechtfertigen. „Gerade die Tradition, in der das Deutschlandlied steht, ist der Gegenentwurf zum nationalsozialistischen Unrechtsstaat, der seinen polnischen Nachbarn angegriffen hat.“ Es sei daher nicht zu rechtfertigen, dass der heutige polnische Staat ausgerechnet ein Symbol des demokratischen und freiheitlichen Deutschlands wie die Urschrift des Deutschlandliedes unter Verschluss halte. „Zu Zeiten von Hoffmann von Fallersleben kämpften deutsche und polnische Patrioten gemeinsam gegen die Unterdrückung der Restauration. Gerade der polnische Freiheitskampf wurde in Deutschland unterstützt. Auf dem Hambacher Fest zum Beispiel wehte neben unserem Schwarz-Rot-Gold die weiß-rote Fahne der Polen“, erläutert der Historiker Weigand den geschichtlichen Hintergrund. Daher sei der Wunsch vom heutigen Bündnispartner und EU-Nachbarn das wertvolle Dokument der deutschen Geschichte zurückzubekommen, nicht unbillig.

Die Aufforderung zur Rückgabe von Kulturgütern ist einer von acht Anträgen der OMV NRW zu Themen wie Eurokrise, politischer Extremismus, Ächtung von Menschenrechtsverletzungen oder Minderheitenrechte. Der größte Landesverband will mit ihnen sein inhaltliches Profil unterstreichen. Die Bundesdelegiertagung findet am kommenden Wochenende im Konrad-Adenauer-Haus der CDU Deutschlands in Berlin statt. 16 Delegierte werden die OMV Nordrhein-Westfalen in Berlin vertreten. Die Anträge sind hier im Wortlaut und mit Begründung einsehbar.


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